Was ändert sich 2019 für Pflegebedürftige?

Das Pflegepersonal-Stärkungsgesetz soll Verbesserungen bringen

Der Personalmangel soll in der Pflege verringert und die Qualität in der Versorgung soll verbessert werden – so steht es im Pflegepersonal-Stärkungsgesetzes, das am 1. Januar 2019 in Kraft tritt.

 

 

 

Wichtig für pflegebedürftige Mitmenschen:
Sie können seit dem 01.01 2019 künftig ohne Antrag mit dem Taxi zum Arzt fahren.

Krankenfahrten sind ärztlich verordnete Fahrten zu einer ambulanten oder stationären Behandlung. Doch nur bei schweren Beeinträchtigungen der Mobilität ist eine ärztliche Verordnung der Krankenfahrt möglich. Mit dem Pflegstärkungsgesetz werden Krankenfahrten einfacher. Von der neuen Regelung profitieren Pflegebedürftige ab Pflegegrad 3 mit Mobilitätseinschränkungen. Ab 01.01.2019 ist für Krankenfahrten zur ambulanten Behandlung beim Arzt oder Zahnarzt keine Genehmigung der Krankenkasse mehr notwendig. Grundsätzlich werden die Taxikosten für den Arztbesuch bei Pflegebedürftigen mit Pflegegrad 4 oder 5 übernommen.
Auch Pflegebedürftige mit dem Pflegegrad 3 profitieren nun von diesem vereinfachten Verfahren. Allerdings sind hier zwei Voraussetzungen zu erfülen: Sie haben kein eigenes Fahrzeug und es fährt kein ÖPNV dorthin. Wenn Sie nun noch dauerhaft eingeschränkt mobil sind, ist allles gut. Dann können Sie eine Art "Dauerkarte für das Taxi" bekommen, dass sie dann dem Taxifahrer vorzeigen.
Eingeschlossen sind ebenso Behinderte mit einer außergewöhnlichen Gehbehinderung oder Blinde. Bisher wurden die Fahrtkosten dafür nur auf Antrag und nach vorheriger Genehmigung durch die Krankenkasse übernommen, gibt es ab Januar 2019 dafür in vielen Fällen eine automatische Erlaubnis.

Wichtig für pflegende Angehörige:
Bei Kuren werd pflegebedürftige Angehörige mit betreut

Weil pflegende Angehörige meist besonders stark belastet sind, benötigen sie häufig einen Reha-Aufenthalt in einer Klinik, um wieder Kraft zu tanken. Problematisch ist es dann zumeist, die weitere Pflege zu Hause während des Kuraufenthalts zu organisieren. Das Pflegepersonal-Stärkungsgesetz sieht ab Januar 2019 vor, dass kurende Angehörige ihre pflegebedürftigen Familienmitglieder in der gleichen Einrichtung betreuen lassen können. Wenn sich das nicht realisieren lässt, muss die Krankenkasse mit der Pflegekasse die Versorgung des Pflegebedürftigen während des Kuraufenthalts absprechen und koordinieren. Das Gesetz sieht außerdem vor, dass pflegende Angehörige künftig eine stationäre Reha in Anspruch nehmen können, auch wenn rein medizinisch betrachtet eine ambulante Unterstützung ausreichen würde. Auch das soll die Organisation der Pflege erleichtern.

 

 

 

Wir werden auf dieser Inhaltsseite weitere Änderungen, hoffentlich viele Verbesserungen, veröffentlichen.