Befreiung vom Rundfunkbeitrag

Der Rundfunkbeitrag liegt derzeit bei 210 Euro im Jahr. Unter bestimmten Voraussetzungen können sich pflegebedürftige Menschen davon befreien lassen oder eine Ermäßigung bekommen.

Einen ermäßigten Beitrag von 5,83 Euro im Monat zahlen blinde oder stark sehbehinderte Menschen, Gehörlose oder Menschen mit einem Grad der Behinderung von 80 Prozent unter bestimmten Voraussetzungen.

Befreien lassen können sich Taubblinde oder Menschen, die bestimmte Sozialleistungen bekommen - z.B. Grundsicherung oder Arbeitslosengeld II. Darunter fällt auch die "Hilfe zur Pflege". Eine Befreiung kann auch jemand bekommen, der an schwerer Demenz leidet oder im Wachkoma liegt. Dafür braucht es eine Bestätigung des Arztes oder ein Gutachten des MDK. Berufen Sie sich dabei auf den sogenannten Härtefall.

Eine Befreiung kann sich auch auf Sie als Pflegeperson auswirken: Ist Ihr Angehöriger befreit und lebt mit Ihnen in einer Wohnung, müssen auch Sie nichts zahlen. Das gilt allerdings in der Regel nur dann, wenn es sich um Ihren Ehe- oder eingetragenen Lebenspartner handelt. Auch Kinder bis zum 25. Lebensjahr zahlen keinen Rundfunkbeitrag, wenn ihre Eltern befreit sind und sie mit ihnen zusammen wohnen. Wenn Sie als erwachsene Tochter Ihre Mutter pflegen, Ihre Tante oder den Schwiegervater, müssen Sie weiterhin zahlen.

Für eine Ermäßigung oder Befreiung füllen Sie hier ein Antragsformular aus, drucken es aus und schicken nötige Nachweise in Kopie an den Beitragsservice. Offiziell muss Ihr pflegebedürftiger Angehöriger den Antrag stellen und unterschreiben. Wenn er das nicht mehr kann und Sie eine Vollmacht haben, dürfen Sie das in seinem Namen tun.

Drei Jahre lang kann man sich im Nachhinein befreien und zu viel gezahlte Beiträge erstatten lassen.

Gern unterstützen wir Sie gern bei den Beantragungen bei Ihrer Krankenkasse.