Fahrtkosten zum Arzt oder zu anderen medizinischen Terminen

Auch Fahrtkosten zum Arzt können sich pflegebedürftige Menschen unter bestimmten Voraussetzungen erstatten lassen. Zumindest bei gesetzlich Versicherten. Wer privat versichert ist, bleibt leider oft auf den Kosten sitzen.

Zuständig ist die Kranken-, nicht die Pflegekasse. Zuerst holen Sie eine Genehmigung bei der Kasse ein. Bei schweren Fällen müssen Sie das nicht: bei Pflegegrad 4 oder 5 zum Beispiel. Oder wenn man eine außergewöhnliche Behinderung hat oder mit Pflegegrad 3 auf Dauer nicht mobil ist. Auch Fahrten von und zu stationären Behandlungen brauchen keine Genehmigung, also z.B. die Fahrt mit dem Taxi ins Krankenhaus und wieder nachhause.

Dann brauchen Sie einen Transportschein – eine Bestätigung, die Sie vom Arzt bekommen. Wenn klar ist, dass in den nächsten Wochen viele Arzttermine anstehen, können Sie sich auch einen Sammeltransportschein geben lassen.

Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten, mit der Kasse abzurechnen. Vorstrecken müssen Sie das Geld meistens nicht. Viele Taxiunternehmen und Mietwagenverbände haben Verträge mit den Kassen und rechnen selbstständig mit ihnen ab. Sie müssen dem Taxifahrer nur den Transportschein geben. Hat der Taxiunternehmer keinen Vertrag mit der Kasse, können Sie Taxiquittung und Transportschein im Nachhinein bei der Kasse einreichen und das Geld erstattet bekommen.

Aus eigener Tasche zahlen müssen Sie bei jeder Fahrt eine Zuzahlung (mindestens 5, maximal 10 Euro). Meist zahlen Sie die direkt beim Fahrer. Sie können sich auch von der Zuzahlung befreien lassen.

Gern unterstützen wir Sie gern bei den Beantragungen bei Ihrer Krankenkasse.